
Dieses Fahrzeug wurde im Zeitraum von 1932 bis 1936 vom französischen Autohersteller Peugeot in den unterschiedlichsten Varianten gebaut und war ursprünglich als größere Ergänzung zum Peugeot 201 gedacht. Gebaut wurden im Produktionszeitraum circa 70.000 Fahrzeuge, dabei entfielen ungefähr 30.000 Stück auf den hier gezeigten Peugeot 301 D. Der 301 D stellt damit die meistverkaufte Variante dar.
Angeboten wurden die Fahrzeuge allesamt mit dem gleichen Motor, der zuvor schon im Peugeot 201 Verwendung gefunden hat: einen 1,5‑Liter-Ottomotor mit einer Leistung von 26 kW (ungefähr 35 PS). Dadurch wurde er in Frankreich steuerlich als 8 CV (Cheval fiscal) eingestuft.
Cheval fiscal (wörtlich übersetzt “steuerliches Pferd”) ist in Frankreich schon damals eine Kennzahl zur Festlegung der Kraftfahrzeugsteuer gewesen. Diese ist aus der ehemaligen Kutschensteuer entstanden, welche die Anzahl der Pferde in einem Gespann besteuert hat. Diese wurde, mithilfe diverser Formeln und Umrechnungen, bis zum heutigen Tag immer wieder angepasst und ist auch immer noch gültig. Die jüngsten Anpassungen betreffen zum Beispiel das Abgasverhalten moderner Fahrzeuge.
Die weitere Technik des 301 D war eher durchschnittlich für seine Zeit. Deichselachse mit Blattfedern an der Hinterachse, ein unsynchronisiertes Dreiganggetriebe und eine quer eingebaute Blattfeder und Querlenker an der Vorderachse. Alles in allem eine überschaubare Konstruktion, die vermutlich zum großen Erfolg dieses Fahrzeugs beigetragen hat.
Heute sieht man nur noch sehr selten ein fahrbereites Exemplar und diese stehen dann zumeist in einem Museum oder einer privaten Sammlung. Das hier gezeigte Fahrzeug, ist leider in einem eher als erbarmungswürdig zu bezeichnenden Zustand. Etwas Patina ist ja okay, aber hier würde sich eine Restauration vermutlich nicht mehr lohnen. Was aber auch gar nicht schlimm ist, kann dieses Fahrzeug doch immer noch als Zeitzeuge seiner Generation dienen. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass die jüngsten Modelle des 301 schon fast ein ganzes Jahrhundert auf dem Buckel haben.
Zusammenfassend können wir festhalten: Dieser Kollege hier ist zwar etwas lädiert, aber immer noch “très chic”.
Bis demnächst und passt auf Euch auf
Euer Maic

