
Der Teichfrosch gilt als eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Amphibienarten in Deutschland. Auffällig ist seine variable Rückenfärbung, die grasgrün, braun oder sogar blaugrün sein kann und häufig von dunklen Punkten durchsetzt ist. Gut zu erkennen ist er auch an seinen großen, goldgelben Augen.
Sein lateinischer Name lautet übrigens Pelophylax kl. esculentus, wobei „esculentus“ nichts anderes als “essbar” bedeutet. Dies verweist sehr schön auf die historische Nutzung seiner Schenkel als Nahrungsmittel.
Für Biologen stellt der Teichfrosch übrigens keine eigene Art dar, da es sich hierbei um einen Bastard (Hybriden) aus Seefrosch und Kleinem Wasserfrosch handelt. Dennoch können sich diese Bastarde problemlos fortpflanzen, da eine genetische Besonderheit es ihnen ermöglicht, Keimzellen mit reiner Erbinformation einer der Elternarten zu bilden. Diese Fähigkeit fördert die Verbreitung und Anpassungsfähigkeit des Teichfrosches sehr.
Bis jetzt gilt der Teichfrosch in Deutschland als nicht gefährdet, dennoch sind die Bestände bedroht. Es werden ja leider immer mehr Feuchtgebiete trockengelegt und die von den Landwirten verwendeten Pestizide bekommen ihm ebenfalls nur mäßig gut. Der stetige Klimawandel und die damit einhergehenden Dürreperioden, machen ihm ebenfalls von Jahr zu Jahr mehr zu schaffen.
Von daher würden wir gut daran tun, wenn wir diesem faszinierenden und anpassungsfähigen Bewohner unserer Feuchtgebiete, etwas helfen. Dazu gehören der Erhalt und die Renaturierung von Feuchtgebieten und das reduzierte Einbringen von Schadstoffen in unsere Gewässer.
Mit etwas Glück, können sich dann auch noch spätere Generationen über diese kleinen Kerle freuen, die in so vielen Varianten daherkommen.
Bis demnächst
Euer Maic
