„Hotchkiss & Bautz“

Bei den hier gezeig­ten Fahr­zeu­gen han­delt es sich um einen Hotch­kiss 864 (ver­mut­lich Bau­jahr 1938) und einen Schlep­per vom Typ Bautz 300. 

Beide Fahr­zeu­ge haben wahr­lich schon bes­se­re Zeiten gese­hen, stel­len aber den­noch sehr inter­es­san­te Zeit­zeu­gen der jewei­li­gen Ära dar. Den Gesamt­erhal­tungs­zu­stand dieser Oldies kann man dage­gen nur noch als trau­rig bezeich­nen, muss doch der Trak­tor im Vor­der­grund schon durch einen Unter­bau aus Beton­blö­cken gestützt werden.

Hotch­kiss et Cie ist ein ehe­ma­li­ger Auto­mo­bil- und Rüs­tungs­her­stel­ler, wel­cher im Jahr 1875 von dem US-ame­ri­ka­ni­schen Inge­nieur Ben­ja­min Ber­ke­ly Hotch­kiss in Frank­reich gegrün­det wurde. Ursprüng­lich war das Unter­neh­men für die Ent­wick­lung von Waffen und Artil­le­rie bekannt, von 1903 bis 1956 baute Hotch­kiss aber auch hoch­wer­ti­ge Luxus­wa­gen und Ober­klas­se­fahr­zeu­ge, die sich durch ele­gan­te Tech­nik und Erfol­ge im Motor­sport auszeichnetet.

Das Unter­neh­men Josef Bautz AG war ein Land­ma­schi­nen­her­stel­ler mit Sitz in Saul­gau in Baden-Würt­tem­berg, bei dem seit ca. 1900 Ern­te­ma­schi­nen her­ge­stellt wurden. Im Jahr 1949 erschien der erste Trak­tor aus dem Hause Bautz. Dies wurde nur mög­lich, weil man von der Firma Zanker die fer­ti­gen Kon­struk­ti­ons­un­ter­la­gen für einen Schlep­per hat über­neh­men können. In den fol­gen­den Jahren wurde die Modell­pa­let­te dann schritt­wei­se um Fahr­zeu­ge mit einer Leis­tung von bis zu 25 PS erwei­tert. Nach Koope­ra­tio­nen mit Nuf­field und Han­o­mag stell­te Bautz 1962 nach rund 25.000 pro­du­zier­ten Trak­to­ren die Trak­tor­fer­ti­gung ein.

Beide Fahr­zeu­ge stehen heute im éco­mu­sée d’Alsace und können dort bestaunt werden.

Bleibt gesund und passt auf Euch auf
Euer Maic

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