Realität und Vision

Das ich im Laufe eines Jahres das ein oder andere Auto-Tref­fen besu­che, dürfte hier ja ver­mut­lich schon jeder mit­be­kom­men haben. Im Gepäck habe ich dann zumeist auch das ein oder andere Foto für Euch und diese werden dann, zusam­men mit etwas Text, als Foto-Stre­cke auf diesem Blog prä­sen­tiert. Die Besu­cher­zah­len spre­chen eine deut­li­che Spra­che und ver­ra­ten mir sehr deut­lich, dass ich mit diesem Kon­zept gar nicht so falsch liegen kann ;-)

Leider ist es auf den Tref­fen häufig so, dass ich vor Ort nicht alle meine Ideen umset­zen oder rea­li­sie­ren kann. Mal regnet es, mal sind zu viele Besu­cher mit im Bild, ein ande­res Mal ist der Himmel ein­fach nur nichts­sa­gend blau oder etwas ande­res stört mich.

Vor nicht ganz 10 Jahren — noch zu Zeiten der ana­lo­gen Foto­gra­fie — wäre man auf Gedeih und Ver­derb den Ergeb­nis­sen auf seinen Nega­ti­ven aus­ge­lie­fert gewe­sen und die Mög­lich­kei­ten der anschlie­ßen­den Bear­bei­tung konn­ten getrost als arm­se­lig bezeich­net werden.

Heute — im Jahr 2012 — kann dank aus­ge­feil­ter Digi­tal­tech­nik und hoch­wer­ti­ger Soft­ware nahezu jeder Bild­wunsch in Erfül­lung gehen und kaum eine Idee bleibt unrealisiert.

Wie ent­steht also so ein typi­sches Bild im Post-Processing?

Dies möchte ich anhand von ein paar Bei­spiel­bil­der erläu­tern, welche die eigent­li­chen Zwi­schen­schrit­te wäh­rend einer Bear­bei­tung zeigen. Zu jedem Bild gibt es ein paar Erläu­te­run­gen, ein Pho­to­shop-Work­shop bzw. Tuto­ri­al wird das hier aber ganz bestimmt nicht. Die Arbeits­schrit­te von knapp 2,5 Stun­den Bear­bei­tung kann und will ich hier nicht wiedergeben ;-)

Okay, let’s go ;-)

Ganz am Anfang steht das Ori­gi­nal­bild, wel­ches zumin­dest kor­rekt belich­tet und ordent­lich fokus­siert sein sollte, ansons­ten geht gar nichts … :

Bei diesem Bild störte mich eigent­lich alles :-)

Seien es nun die Zelte, die Leute, das dilet­tan­tisch ange­brach­te Num­mern­schild, die Bäume, der Himmel und vieles mehr. Letzt­end­lich fand ich den alten Chevy-Truck aber total inter­es­sant und so keimte schon wäh­rend des Tref­fens eine kon­kre­te Idee in mir auf.

Im ersten Schritt wurde also erst einmal der nichts­sa­gen­de Himmel gegen eine etwas dra­ma­ti­sche­re Ver­si­on aus­ge­tauscht. Auf die ein­zel­nen Bear­bei­tungs­schrit­te gehe ich wie gesagt nicht ein, dass Ergeb­nis ent­hal­te ich Euch natür­lich nicht vor.

Mit dem ein­mon­tier­ten Himmel war ich schon ganz zufrie­den, zumal bei dieser Gele­gen­heit auch das ein oder andere Besu­cher­bein retu­schiert wurde. Leider zeigte sich in der Wind­schutz­schei­be nur zu deut­lich, wie der eigent­li­che Hin­ter­grund mal aus­ge­se­hen hat.

Eine Lösung war schnell gefun­den und fünf Minu­ten später war die Wind­schutz­schei­be dun­kel­grün getönt:

Anschlie­ßend folg­ten erste Farb­kor­rek­tu­ren und das wirk­lich pott­häß­li­che Num­mern­schild wurde eben­falls ins Nir­va­na ver­bannt. Gerade der Chrom im Bereich der Stoß­stan­ge hat sehr viel Nach­ar­beit erfor­der­lich gemacht, denn immer­hin sollte es am Schluss halb­wegs rea­lis­tisch wirken.

Im vor­letz­ten Schritt wurde das Bild ver­klei­nert, die ein­zel­nen Farben final kor­ri­giert, der Über­gang zwi­schen Fahr­zeug und Himmel gesof­tet, kleine Fehler aus­ge­bes­sert und das ganze Bild auf einer wei­te­ren Ebene geschärft. Schließ­lich sollte später nur der Pick-Up scharf sein und nicht der kom­plet­te Hintergrund.

Zu guter Letzt bekam das Bild noch einen weißen Rahmen ver­passt und das 1001 Cars-Logo (Update 18.01.2021: der ehe­ma­li­ge Name meines Blogs, rund um die Themen “Cars, Bikes & Rocka­bil­ly”), wel­ches ja alle meine Bilder ziert.

That’s it! Der Arbeits­auf­wand für alle Schrit­te betrug knapp 2,5 Stun­den, wobei der Spaß wäh­rend der Bild­be­ar­bei­tung unbe­zahl­bar war :-)

Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an diesem klei­nen Blick hinter die Kulis­sen meines Blogs ;-)

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