“Hambach“

Manch­mal sieht man als Foto­graf Dinge, die hätte man lieber nicht gese­hen. Der Tage­bau Ham­bach gehört für mich defi­ni­tiv dazu, und sollte ich diese Sünde an der Natur in Worte fassen müssen, würden mir diese ver­mut­lich im Hals ste­cken bleiben.

Mir fällt es auch wirk­lich schwer zu ver­ste­hen, dass Leute gezielt dort­hin fahren, nur um sich diesen unglaub­li­chen Raub­bau an Mutter Natur frei­wil­lig anzu­se­hen. Und als wäre dies nicht schon per­vers genug, kann man direkt an der Abbruch­kan­te in einem Strand­ses­sel sitzen, ein Heiß­ge­tränk im Café trin­ken oder in sel­bi­gen sogar seinen Geburts­tag feiern. Ich bin der festen Über­zeu­gung, nur ein Kin­der­ge­burts­tag bei dem Fast­food-Anbie­ter mit dem gol­de­nen M ist noch grausamer.

Und was hat mich nun dort­hin ver­schla­gen? Eigent­lich kam ich von der Burg Ber­ger­hau­sen und wollte zurück nach Hause. Dass diese Aus­ge­burt der Hölle direkt auf dem Weg zur Auto­bahn liegt, war mir vorher auch nicht bewusst. Einmal vor Ort, konnte ich nicht vor­bei­fah­ren, ohne wenigs­tens eine Hand­voll Fotos gemacht zu haben. Wobei ich mir schon in diesem Moment ganz sicher gewe­sen bin, dass diese Auf­nah­men in Schwarz­weiß und düster aus der Bild­be­ar­bei­tung kommen würden.

Hat es mir dort gefal­len? Defi­ni­tiv nicht! Würde ich erneut dort­hin fahren? Auf gar keinen Fall!

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.
Euer Maic

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