“Der Kleinste von Fünfen“

Ich bin ja ein großer Freund von Ent­de­ckungs­tou­ren an Orte, an denen ich nie­mals zuvor gewe­sen bin und auch wenn sich dieser Eröff­nungs­satz jetzt ein klein wenig nach Raum­schiff Enter­pri­se und den unend­li­chen Weiten des Welt­raums anhört, so kann ich euch doch ver­si­chern, dass man gar nicht sehr weit reisen muss, um ein paar neue Ein­drü­cke wahrzunehmen.

So habe ich dann auch nicht nein gesagt, als sich mir vor ein paar Wochen die Mög­lich­keit anbot mit in eine der Gemein­den des Ber­gi­schen Lands zu fahren. Bot sich hier doch eine tolle Gele­gen­heit mal wieder mit meiner Kamera an einem neuen Ort herumzuwandern.

Das Ziel der kurzen Reise liegt keine 80 Kilo­me­ter – in diesem Fall via Auto­bahn, nicht die direk­te Luft­li­nie — von meiner Hei­mat­stadt Dors­ten ent­fernt, ist der kleins­te der fünf Stadt­be­zir­ke von Solin­gen und hört auf den Namen Grä­f­rath. Somit wäre an dieser Stelle nun auch das Rätsel der kryp­ti­schen Über­schrift gelöst, welche ja „Der Kleins­te von Fünfen“ lautet ;-)

Im 12. Jahr­hun­dert durch ein Augus­ti­ne­rin­nen­klos­ter gegrün­det und über lange Zeit wich­ti­ger Anlauf­punkt im Ber­gi­schen Land des spä­te­ren Mit­tel­al­ters, gehört dieser schon lange ein­ge­mein­de­te Stadt­teil heute zu den attrak­tivs­ten von ganz Solingen.

Spe­zi­ell im „Orts­kern“ — rund um den alten Markt­platz und die dort alles über­ra­gen­de Klos­ter­kir­che — kann man  eine sehr schön erhal­te­ne Alt­stadt bewun­dern, deren Gebäu­de teil­wei­se aus dem 18. Jahr­hun­dert und noch früher stam­men. Diese Gebäu­de, egal ob Profan- oder Sakral­bau, werden bis zum heu­ti­gen Tage von der Stadt und den Anwoh­nern mit viel Liebe zum Detail gehegt und gepflegt.

So ist es denn auch kein Wunder, dass man beim Umher­wan­dern aus dem Stau­nen fast nicht mehr her­aus­kommt. Nicht zu ver­ges­sen, dass sich in solch einer Umge­bung die Spei­cher­kar­ten in Rekord­ge­schwin­dig­keit füllen.

Leider war bei diesem ersten Besuch in Grä­f­rath mein Zeit­fens­ter doch viel zu kurz bemes­sen und hat bei weitem nicht dafür aus­ge­reicht, um alle Ein­drü­cke foto­gra­fisch ein­zu­fan­gen. Von daher ist in der Zukunft auch ganz schwer mit einem wei­te­ren Arti­kel über diese schöne Alt­stadt hier in diesem Blog zu rech­nen. Nur zu gerne auch in foto­gra­fi­scher Begleitung ;-)

Sollte nun also eure Neu­gier­de geweckt sein und Ihr nach dem Sich­ten meiner klei­nen Foto­stre­cke eben­falls einmal das Ver­lan­gen haben in der wun­der­schö­nen Alt­stadt von Grä­f­rath auf eine foto­gra­fi­sche Ent­de­ckungs­tour zu gehen,  dann habe ich sowohl eine Adres­se als auch einen Tipp für euch:

Ins Navi gebt Ihr als Adres­se „Grä­f­ra­ther Markt 10, 42653 Solin­gen“ ein, womit Ihr direkt vor dem Eis­ca­fé Pri­ma­ve­ra am Alt­markt von Grä­f­rath landet. Setzt Euch ganz in Ruhe in dieses kleine Café, bestellt etwas (man spricht dort Deutsch, Ita­lie­nisch & Spa­nisch) und lasst ein­fach das Umfeld schon mal ein klein wenig auf Euch wirken. Erst dann soll­tet Ihr, bewaff­net mit eurer Kamera und ganz viel Ent­de­cker­geist, los­zie­hen und den Kon­takt mit den Moti­ven und den „Ein­hei­mi­schen“ suchen. Gerne auch in meiner Beglei­tung, ganz so wie ich es schon einen Absatz weiter oben geschrie­ben habe ;-)

Nun aber wün­sche ich Euch erst einmal viel Freun­de mit meinen foto­gra­fi­schen Ein­drü­cken aus Grä­f­rath und sage bis demnächst.

Euer Maic.

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