“Am Feiertag nach Japan“

Ich bin ja bekann­ter­ma­ßen ein großer Freund von Fest­brenn­wei­ten und lasse auf diese opti­schen Klein­ode auch nichts kommen. Ein Zoom-Objek­tiv hat ganz sicher auch seine Vor­zü­ge im foto­gra­fi­schen Alltag und trotz­dem über­wie­gen die opti­schen Vor­tei­le bei den Fest­brenn­wei­ten stets.

Exem­pla­risch könnte man hier die höhere Auf­lö­sung, die bes­se­re Rand­schär­fe und das zumeist gerin­ge­re Gewicht als Vor­tei­le anfüh­ren. Die meis­ten Fest­brenn­wei­ten sind dar­über hinaus auch noch sehr licht­stark. Ziert doch nicht selten die Sei­ten­flan­ke solch eines Objek­tivs eine Blen­den­zahl zwi­schen 2.0 und 1.4.

Gut, es gibt auch Kon­struk­tio­nen die wesent­lich licht­schwä­cher sind. Diese stel­len aber die abso­lu­te Aus­nah­me dar und sind häufig auch kom­plett anders kon­stru­iert als die gewöhn­li­chen Fest­brenn­wei­ten (zum Bei­spiel Spiegellinsenobjektive).

So ist es denn auch nur wenig ver­wun­der­lich, dass ich vor eini­ger Zeit meinen eige­nen Objek­tiv-Fundus um eine wei­te­re Fest­brenn­wei­te erwei­tert habe. Zumal ich die FB-Reihe 50mm/85mm/100mm immer schon kom­plett haben wollte.

Nun gut, ange­schafft und in die Foto­ta­sche gesteckt ist so ein neues Objek­tiv ja recht fix, nur weiß man bis dahin noch nichts über die wirk­li­che opti­sche Leis­tung. Klar, man könnte jetzt im Studio bis zum Abwin­ken irgend­wel­che Test-Charts abfo­to­gra­fie­ren und das klas­si­sche Pixel­pee­ping betrei­ben, oder man geht ein­fach vor die Türe und testet so ein Glas im all­täg­li­chen Ein­satz. Genau so hier gesche­hen und ein Aus­flugs­ziel war dies­mal auch recht schnell gefun­den; der Japa­ni­sche Garten in Köln sollte es dies­mal sein. Dan­kens­wer­ter­wei­se war dieser Park auch an Fron­leich­nam geöff­net und somit stand einem foto­gra­fi­schem Streif­zug auch nichts im Wege.

Der Japa­ni­sche Garten besteht in seiner jet­zi­gen Form erst seit 1960. Lag der ehe­ma­li­ge Park – gegrün­det im Jahr 1912 von Carl Duis­berg — doch knapp 250 Meter nörd­li­cher auf dem Gelän­de der dama­li­gen I.G. Far­ben­in­dus­trie AG und somit auf Lever­ku­se­ner Stadt­ge­biet. Heute gehört der Japa­ni­sche Garten zum 15.000m² großen Areal des Carl-Duis­berg-Parks, gele­gen auf dem Indus­trie­ge­län­de der Bayer AG und somit auch auf Kölner Stadtgebiet.

Ange­legt von Gärt­nern sowie Hand­wer­kern aus Japan, kann man dort so aus­ge­fal­le­ne Pflan­zen wie den Mam­mut­baum, die Papy­russtau­de und den japa­ni­schen Gold­ahorn bestau­nen. Inner­halb dieses Parks, nahezu male­risch ver­steckt, kann man dar­über hinaus ein klei­nes Tee­haus, die soge­nann­te Mikado-Brücke und diver­se Tor­bö­gen und wei­te­re kleine Brü­cken im japa­ni­schen Bau­stil bewun­dern. Kurzum, nir­gend­wo anders könnte man besser ein Objek­tiv testen.

Als per­sön­li­ches Fazit für mich selbst kann ich fest­hal­ten, dass ich am Ende des Tages sowohl mit dem Aus­flugs­ziel als auch mit dem neuen Objek­tiv sehr zufrie­den sein kann. Die Auf­nah­men waren durch­wegs scharf, sauber belich­tet und die Farben … ach, schaut doch ein­fach selbst ;-)

Des­we­gen wün­sche ich an dieser Stelle ganz viel Spaß mit dieser klei­nen Foto-Aus­le­se und sage bis demnächst.

Euer Maic.

P.S: Soll­tet Ihr auch einmal vor­ha­ben dort hin­zu­fah­ren und den Flair des Japa­ni­sche Gar­tens auf Euch wirken zu lassen, dann gebt in Euer Navi ein­fach die fol­gen­de Adres­se ein: Otto-Bayer-Straße, 51061 Köln :-)

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