„Medical Tempus Itinerantur“

Am Rande des west­li­chen Müns­ter­lands gele­gen befin­det sich eine kleine Ort­schaft, die mitt­ler­wei­le auf eine mehr als tau­send­jäh­ri­ge Geschich­te zurück­bli­cken kann. Wurde dieser Ort, der um das Jahr 800 wohl noch Rhete oder Rhedes hieß, doch schon damals in den Zins­re­gis­tern der Abtei Werden schrift­lich erwähnt.

Und auch heute merkt man noch an jeder Ecke, dass es sich hier um einen geschichts­träch­ti­gen Ort han­deln muss. Zu offen­sicht­lich sind die Spuren der Jahr­hun­der­te, die auch heute noch das Bild der Stadt Rhede prägen.

Dieser geschicht­li­chen Ver­ant­wor­tung ist man sich schein­bar vor Ort auch sehr bewusst, zeugt doch ein­deu­tig schon die hohe Dichte an Museen, alten Bau­wer­ken & Sehens­wür­dig­kei­ten vom hier in der Bevöl­ke­rung vor­herr­schen­den Sinn für Geschichte.

Schräg gegen­über der traum­haft schö­nen St. Gudula Kirche lädt einen zum Bei­spiel das Medi­zin- und Apo­the­ken­mu­se­um Rhede auf eine Ent­de­ckungs­tour ein. Für den Spott­preis von nur 3 Euro Ein­tritt, kann man sich dort eine extrem lie­be­voll kura­tier­te Samm­lung anschau­en, die sich gleich über meh­re­re Etagen erstreckt.

Wer jetzt aber nur medi­zi­ni­sches Equip­ment aus alt­vor­de­ren Tagen erwar­tet, der irrt. Im Rahmen dieser Aus­stel­lung werden auch die Themen All­tags­hy­gie­ne, Ernäh­rung, Dro­ge­rie und das Leben der ein­fa­chen Bevöl­ke­rung behandelt.

Rich­tig gut gelun­gen sind jedoch die nach­ge­stell­ten Behand­lungs­räu­me oder das alte Arzt­sprech­zim­mer. Räume, die jeden nach 1970 Gebo­re­nen sofort in die eigene Kind­heit zurück­ver­set­zen. Dan­kens­wer­ter­wei­se hat man bei der Gestal­tung dieser Räum­lich­kei­ten wei­test­ge­hend auf Absper­run­gen jeg­li­cher Art ver­zich­tet, so dass man sich sehr schnell als ein Teil der eigent­li­chen Aus­stel­lung fühlt.

Nun gut, ich könnte Euch an dieser Stelle noch stun­den­lang von diesem Museum erzäh­len. Genau dies tue ich aber nicht, da ich möchte, dass Ihr selbst dort hin­fahrt und euch dort einen schö­nen Tag macht. Das Foto­gra­fie­ren (ohne Blitz & Stativ) ist zum Glück erlaubt und von Seiten der Ver­wal­tung freut man sich auch stets über jede posi­ti­ve Erwäh­nung oder foto­gra­fi­sche Belegexemplare.

Wie von mir gewohnt, haben sich in diese Foto­stre­cke auch einige Motive ein­ge­schli­chen die quasi „en pas­sant“ wäh­rend der Foto-Tour ent­stan­den sind. Also alles wie immer ;-)

P.S: „Medi­cal Tempus Iti­ner­an­tur“ ist latei­nisch und bedeu­tet soviel wie “Medi­zi­ni­sche Zeitreise”.

1.  Medi­zin- und Apo­the­ken­mu­se­um Rhede
2. Home­page der Stadt Rhede

2 Kommentare

  1. Lieber Maic,
    ohne dass ich vor Ort gewe­sen bin kann ich mir auf­grund deiner sehr aus­drucks­star­ken Bilder recht gut in das Museum hin­ein­den­ken und es mir vor­stel­len… tolle Bilder!!!

    Gruß, dein Foto­kol­le­ge auf vier Rädern ;)

    1. Hallo Martin.

      Danke für Dein Lob. Es freut mich immer wieder aufs Neue zu lesen, wenn meine Bei­trä­ge Dir und all den ande­ren gefal­len. Das ist für mich der größte Lohn.

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