
Bei den in diesem Bild gezeigten Gebäuden, handelt es sich um ein Ensemble aus drei landwirtschaftlichen Gebäuden, von denen zwei historisch sind. Alle Gebäude stehen im LVR-Freilichtmuseum in Lindlar und können nahezu ganzjährig besichtigt werden.
Ganz links im Bild ist eine ehemalige Zehntscheune zu sehen, die ihren Namen vollkommen zu Recht trägt. War doch der Pächter des ehemaligen Guts dazu berechtigt, von vielen Höfen in der Umgebung Abgaben einzuziehen. Damit war ein Teil der Ernte gemeint, der sogenannte “Zehnt”. Bis zur Weitergabe ans Kloster, wurde das Getreide in dieser Scheune gut verwahrt. Erbaut wurde diese Scheune circa um 1700 und seit 2007 steht diese im Freilichtmuseum.
In der Mitte steht eine Scheune, die früher in Much-Reinshagen gestanden hat. Erbaut circa 1806 und 1991 im Freilichtmuseum wiederaufgebaut. Ursprünglich war diese Scheune ein Kornlager und diente darüber hinaus dem Vieh als Stall. Irgendwann Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Scheune erweitert und erhielt ihr jetziges Aussehen.
Rechts im Hintergrund ist der einzige Neubau auf diesem Bild zu erkennen: das Strohballenhaus. Erbaut im Sommer 2009, besteht dieses ganz in der Tradition der vorherigen Generationen, fast nur aus nachhaltigen Materialien. Die Wände bestehen aus zu Ballen gepresstem Stroh und das Ständerwerk ganz klassisch aus Holz. Durch das Aufbringen von Putz, kann der Betrachter nicht auf den ersten Blick erkennen, dass er eigentlich auf ein Gebäude schaut, welches in weiten Teilen aus Stroh besteht. Umso schöner fügt es sich in die Landschaft und die schon dort vorhandenen Gebäude ein.
Alle drei Gebäude gehören heute zu einem Teil der Ausstellung, die “Hof zum Eigen” genannt wird. Auch hier lohnt sich ein Besuch jederzeit.
Bleibt gesund und passt auf Euch auf
Euer Maic
