Frank Schätzing — Breaking News

Zur­zeit lese ich den aktu­el­len Schät­zing — „Brea­king News“ — und so lang­sam keimt in mir der Ver­dacht auf, dass der gute Mann wohl viel lieber Tele­fon­bü­cher schrei­ben würde.

Zumin­dest habe ich keine andere Erklä­rung dafür, dass in jedem Roman von Herrn Schät­zing gefühl­te 150 Prot­ago­nis­ten agie­ren, von denen letzt­end­lich aber immer nur eine Hand­voll wirk­lich die gesam­te Hand­lung trägt.

Schon bei seinem vor­he­ri­gen Buch „Limit“ wurden die Akteu­re lang und breit ein­ge­führt, nur um dann das ganze Buch über nicht mehr in Erschei­nung zu treten und letzt­end­lich — kurz vor Schluss — recht unspek­ta­ku­lär abzuleben.

Alles ein klein wenig so wie bei Raum­schiff Enter­pri­se, wo auch immer die Jungs im roten Stramp­ler gekillt werden.

Kurzum, mal wieder ein typi­scher Schät­zing; über­be­völ­kert wie die Dritte Welt, lang­at­mig wie eine Vor­le­sung über das Paa­rungs­ver­hal­ten von Amöben im Paläo­zän und schon auf den ersten 200 Seiten unnö­tig ver­wor­ren bzw. ver­schach­telt geschrieben.

Fazit: Von einem Andre­as Eschbach oder einem Sebas­ti­an Fitzek ist der Herr Schät­zig so weit ent­fernt, wie Bot­trop von der Ernen­nung zum Welt­kul­tur­er­be. Das Geld für diese „Bad News“ sollte man sich sparen und lieber in ein wirk­lich gutes Buch inves­tie­ren. Davon gibt es ja zum Glück noch genug.

P.S: Ich gehe mir jetzt ein ande­res E‑Book kaufen.

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