“Spyder”

Fällt in einem Gespräch der Begriff „Por­sche 550“, dann bekom­men die Lieb­ha­ber der gleich­na­mi­gen Marke sofort schwit­zi­ge Hände und Herz­ra­sen. Gut ver­ständ­lich! Ist dieses Fahr­zeug doch Emo­ti­on pur. Nur der Hauch einer Wind­schutz­schei­be, Tie­fer­le­gung, Renn-Optik, gerin­ges Gewicht, aus­rei­chend Leis­tung, ein kna­cki­ges Getrie­be und eine super­di­rek­te Len­kung. Lauter Attri­bu­te, die aus einem Sport­wa­gen eine Legen­de machen können.

Umso ver­wun­der­li­cher für mich, dass die Firma Por­sche in all den fol­gen­den Jahr­zehn­ten nie auf die Idee gekom­men ist, diese Spyder-Gene auch mal einem 911 ein­zu­pflan­zen. Stellt der 911 doch die Stil-Ikone der Marke Por­sche dar, welche nun schon Genera­tio­nen von Auto­lieb­ha­bern und Motor­sport­lern begeis­tert hat.

Die glei­che Idee hatte in den 1980er-Jahren wohl auch der Por­sche-Spe­zia­list Paul Ste­phens, der im Gegen­satz zu uns Nor­mal­sterb­li­chen, zum Glück auch über das not­wen­di­ge Know-how und die pas­sen­de Werk­statt verfügt.

Als Basis für diesen Umbau diente Ihm ein Por­sche Targa 3.2 von 1989, der im Laufe der Zeit um sein Dach, seine Wind­schutz­schei­be und ins­ge­samt 350 Kilo­gramm Gewicht erleich­tert worden ist. Damit diese nun dach­lo­se und fra­gi­le Kon­struk­ti­on auch über die not­wen­di­ge Sta­bi­li­tät ver­fügt, wurde im und unterm Fahr­zeug circa 50 Kilo­gramm an Ver­stär­kun­gen aus Stahl­rohr und –Blech verbaut.

Sobald der Fahrer durch die exklu­si­ven Alu­mi­ni­um-Türen ein­ge­stie­gen ist und erst einmal auf den roten Leder­sit­zen Platz genom­men hat, fällt der Blick sofort auf die typi­sche Uhren­samm­lung „Made in Stutt­gart“. Selbst­ver­ständ­lich auch hier mit einem mittig ange­ord­ne­ten Dreh­zahl­mes­ser, wel­cher für den echten Motor­sport­ler stets das wich­tigs­te Instru­ment über­haupt darstellt.

Als Wind­schutz­schei­be dient nun ein schma­ler Strei­fen aus Ple­xi­glas, wel­cher kaum Schutz vor den Ele­men­ten bietet. Ein Glück, dass man in diesem Spyder wesent­lich tiefer als in einem ori­gi­na­len 911 sitzt. Platz nimmt man als Fahrer in diesem Fahr­zeug übri­gens auf der rech­ten Seite, da dieses Fahr­zeug in Eng­land gebaut worden ist. Das macht aber über­haupt nichts, denn sobald man das Lenk­rad in der Hand hat, möchte man nur noch den Star­ter­knopf aus Alu­mi­ni­um drü­cken und den 250 Pferd­chen die Sporen geben ;-)

Für all jene, bei denen ich mit diesem Arti­kel und den dazu­ge­hö­ri­gen Fotos jetzt Kauf­ge­lüs­te geweckt habe, gibt es eine große Über­ra­schung: dieser PS Spyder steht – Stand August 2018 – zum Ver­kauf.

Bei Inter­es­se wendet Euch doch bitte an Herrn Bern­hard Ker­kloh von der Firma Moven­di, welche ihren Sitz in Düs­sel­dorf hat.

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