Begegnung mit dem “Revier Sprinter”

Ende Sep­tem­ber fand in Essen auf der Zeche Zoll­ver­ein das 23. Zechen­fest statt und anläss­lich dieser Ver­an­stal­tung war auch der soge­nann­te “Revier Sprin­ter” vor Ort.

Dabei han­delt es sich um eine knapp 50 Jahre alte Schie­nen­bus-Kom­bi­na­ti­on, die zur Feier des Tages “kos­ten­los” zwi­schen der ehe­ma­li­gen Zeche Zoll­ver­ein und der dazu­ge­hö­ri­gen Koke­rei gepen­delt ist, welche eben­falls schon vor ganz vielen Jahren still­ge­legt wurde.

Genau genom­men han­delt es sich bei diesem “roten Brum­mer” ja um einen Motor­wa­gen der Bau­rei­he 796 und einem Steu­er­wa­gen der Bau­rei­he 996, welche beide von der Wag­gon­fa­brik Uer­din­gen her­ge­stellt worden sind. Gebaut wurden diese Fahr­zeu­ge im Zeit­raum von 1953–1962 und erst im Jahr 2000 wurden die letz­ten Kom­bi­na­tio­nen bei der DB ausgemustert.

Aus­ge­stat­tet mit Unter­flur­mo­to­ren des Typs U 10 der Büs­sing AG, waren diese Schie­nen­bus­se stets gut moto­ri­siert und haben jede Fahrt wurde für die Pas­sa­gie­re zu einer ange­neh­men Reise werden lassen, denn der Antrieb ist bei dieser Bau­wei­se kaum zu hören. Schon die LKW-Fahrer in den 50er Jahren wuss­ten nur gutes über die Büs­sing-Moto­ren zu berich­ten, denn immer­hin waren diese so leise, dass man teil­wei­se nur nach Dreh­zahl fahren konnte!

Dank der nur als groß­zü­gig zu bezeich­nen­den Ver­gla­sung, bietet sich dem Rei­sen­den wäh­rend der Fahrt ein ein­ma­li­ger Pan­ora­ma­blick, wel­cher diese zu einem echten Erleb­nis werden lässt. Wenn man dann noch etwa Glück hat und einen der vor­de­ren Sitz­plät­ze ergat­tert, kann man dem Lok­füh­rer zusätz­lich noch über die Schul­ter schau­en und bei seiner Tätig­keit zusehen.

Alles ist allem stellt die Fahrt in solch einem Eisen­bahn-Old­ti­mer ein wahr­haft unver­gess­li­ches Erleb­nis dar. Spe­zi­ell für die Jün­ge­ren unter uns ;-)

Viel Spaß mit den Bildern.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen findet Ihr bei den Betrei­bern des Revier-Sprinters:

http://revier-sprinter.info/

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