“Unbewohnt”

Where the streets have no name

Beim Anblick dieser Bilder fällt mir spon­tan der Song “Unbe­wohnt” von Her­bert Grö­ne­mey­er ein, wel­cher auf seinem Album Mensch im Jahr 2002 ver­öf­fent­licht wurde.

Darin gibt es eine Text­zei­le, die wie folgt lautet:

»Zwangs­ge­räum­te Gründe,
Gekün­digt vor der Zeit
Keine Seele in 4 Wänden
Hun­dert Jahre Einsamkeit
Alles still, unbe­weg­te Zellen
Und das Wetter gibt’s nicht mehr
Die Straße hat keine Stimme –
Auto­los und kein Verkehr.«

Besser könnte man die alte Sied­lung Schlä­gel & Eisen in Glad­beck nicht beschrei­ben, die seit knapp 20 Jahren schein­bar einem Dorn­rös­chen­schlaf anheim­ge­fal­len ist.

Ent­stan­den vor gut 100 Jahren, zu einer Zeit als der Berg­bau noch eine ganze Region ernäh­ren konnte, ist heute nicht mehr viel von dem Charme der alten Sied­lung über, deren Nie­der­gang schon in der Mitte der 1960er-Jahre begon­nen hat.

Frei nach Herrn Grö­ne­mey­er ist dort jetzt “Alles still” und die Stra­ßen sind “Auto­los”.

Letz­te­res ist denn auch wenig ver­wun­der­lich, sind die Wege durch die Sied­lung doch schon lange für den öffent­li­chen Auto­ver­kehr gesperrt und Fuß­gän­ger soll­ten auch tun­lichst auf den Wegen blei­ben und die zumeist ver­bar­ri­ka­dier­ten Gebäu­de auf keinen Fall betre­ten. Zu groß ist der Ver­fall und die Gefahr dort durch einen Unfall zu Tode zu kommen.

So gibt es denn auch von mir nur Außen­an­sich­ten dieser ehe­ma­li­gen Perle des Reviers zu sehen. Viel Spaß beim Schwel­gen in der Ver­gan­gen­heit der Stadt Gladbeck.

Dead End Street
Eckhaus
Fickt - Das Ende kommt
Gesicht
Krumm und schief
Polska
Räder
Reflexe
Schlechtes Omen
Torbogen
Unbewohnt
Verrammelt
Where the streets have no name

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